Widerrufsrecht
Nach dem Fernabsatzgesetz und dem E-Commerce Gesetz ist in Österreich, wie in allen anderen EU-Mitgliedsstaaten auch, ein kostenloser Vertragsrücktritt für Konsumenten beim Online Shopping möglich.
Innerhalb von sieben Werktagen ab Vertragsabschluss bzw. nach Erhalt der Ware können Konsumenten ohne Angaben von Gründen vom Vertrag zurücktreten. In diesem Punkt haben Konsumenten beim Einkauf im WWW mehr Rechte als im traditionellen Handel.
So können Konsumenten von ihrem Rücktrittsrecht Gebrauch machen:
- Die Rücktrittsfrist beim Online Einkauf beträgt sieben Werktage, wobei der Samstag nicht als Werktag zählt. - Sie beginnt bei Verträgen über die Lieferung von Waren mit dem Tag ihres Eingangs beim Verbraucher, bei Verträgen über die Erbringung von Dienstleistungen mit dem Tag des Vertragsabschlusses.
- Die Rücktrittserklärung muss innerhalb der Frist abgesendet werden. - Falls der Händler den Konsumenten nicht über diese Rücktrittsmöglichkeit informiert (z.B. in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen im Webshop), verlängert sich die Rücktrittsfrist sogar auf drei Monate.
Von diesem Rücktrittsrecht gibt es aber einige Ausnahmen, die wichtigsten sind folgende:
- Bei Verträgen über Dienstleistungen, mit deren Ausführung dem Verbraucher gegenüber vereinbarungsgemäß innerhalb von sieben Werktagen ab Vertragsabschluß begonnen wird.
- Beim Kauf von Waren, die nach Kundenspezifikationen angefertigt werden, die eindeutig auf die persönlichen Bedürfnisse zugeschnitten sind, die auf Grund ihrer Beschaffenheit nicht für eine Rücksendung geeignet sind, die schnell verderben können oder deren Verfallsdatum überschritten würde.
- Bei Verträgen über Audio- oder Videoaufzeichnungen oder Software, sofern die gelieferten Sachen vom Verbraucher entsiegelt worden sind, - Beim Kauf von Zeitungen, Zeitschriften und Illustrierte mit Ausnahme von Verträgen über periodische Druckschriften,
- Bei Lotterie-Dienstleistungen sowie Hauslieferungen oder Freizeit-Dienstleistungen. Tritt der Verbraucher vom Vertrag zurück, so hat der Unternehmer die vom Verbraucher geleisteten Zahlungen zurückzuerstatten. Der Verbraucher hat die empfangenen Leistungen zurückzustellen.







